EUROPEAN ISLANDS I I - Teilprojekte als Teil des LEADER - Projektes " KUNSTKREISEL"  

Das von einer Ibbenbürener Initiative  ( Landfrauen / CDU – Ansprechpartner Christoph Börgel ) entwickelte Konzept einer „Kunstkreisel“- Route ( als Teil der LEADER – Bewerbung Seite 84 ) basiert auf bzw. deckt mehrere Handlungsfelder des LEADER – Konzeptes ab:

 

1. Gegenwart:  Attraktivität bereits  künstlerisch gestalteter Kreisverkehre , die  dokumentiert und als  touristischen Route durch das Tecklenburger Land miteinander verbunden werden und Angebote kreiselspezifischer Produkte (z.B. der Gastronomie ) potentieller Kunden ( Motorrad – und Fahrradtouristen ) zugänglich machen sollen.

Handlungsfeld: (Wander-) Tourismus / Einbindung von Kulturangeboten

Kostenschätzung laut Wettbewerbskonzept : „Erstellung von Flyern, an dessen Druckkosten sich die ländliche Gastronomie durch Werbeannoncen zu 50 % beteiligen dürfte ( 5.000 Euro )

 

2. Zukunft:  Attraktivitätssteigerung durch Vervollständigen der Route durch weitere Kunstkreisel für die noch freien Kreisverkehre, die durch Gestaltungswettbewerbe, in Eigeninitiativen und  Gruppenarbeit entwickelt werden sollen.  

Handlungsfeld : Natur-und Kulturraum-Landschaftsraum / Ortsbildsgestaltung,Bildung und Sensibilisierung.

Kostenschätzung laut Wettbewerbskonzept : „Kofinanzierung von Kreiselneu – bzw. Ausbauten durch Kreis und Kommunen mit 50 % ( 25.000 Euro )

 

Hiermit schlagen wir vor, das Projekt in zwei Schritten aufzubauen / teilzufinanzieren und dabei die Zukunftsaufgabe der Vervollständigung der Route mit vier weiteren Kunstkreiseln mit Priorität anzugehen.
 

Begründung :

 

1. zunächst die sollte sozial – ästhetische Qualität noch erhöht werden: mehr Beteiligte ,vor allem die Jugend, innovative Partizipations- und künstlerische Ausdrucksformen. Bis auf wenige Ausnahmen verdanken sich die bisher in der Region realisierten „Kunstkreisel“ dem zivilgesellschaftlichen Engagement von Vereinen und Nachbarschaftsinitiativen. Der Gestaltungsanspruch war entsprechend niederschwellig angesetzt und beabsichtigte nicht, sich an den Qualitätskriterien zu messen, wie sie von den professionellen Kunstinstitutionen im Kreis Steinfurt  ( Kloster Bentlage in Rheine / DA Kunsthaus in Hörstel ) und deren Kuratoren sowie der Künstlervereinigung Welbergener Kreis vertreten werden. Weitere, neu hinzukommende Kreisel sollten also aufgrund von Kooperation und Vernetzung regionaler Gruppen mit professionell orientierten Akteuren zustande kommen und sich anderen, alternativen Gestaltungskonzepten öffnen. Und erst dann, wenn sich abzeichnet, dass die Kreiselroute nach Realisierung weiterer Kunstkreisel, durch Verdichtung und Vielfalt von Gestaltungsansätzen, als „Gesamtkunstwerk“ insgesamt eine höhere soziale und künstlerische Qualität gewinnt, sollte die Kreiselroute endgültig konzeptioniert werden. Dies sei kein elitärer Anspruch, der bereits existierende Kunstkreisel abwertet, sondern ein Appell im Sinne der Europäischen Devise : „diversity , that unites us ...in Vielfalt vereint !...... und eine Herausforderung für interkulturelle ästhetische Bildung, die Toleranz und Respekt gegenüber dem Kunstbegriff  aller an der Kunstkreiselroute  beteiligten Akteure zum Ziel hat.

 

2. Projekte sind da, die KünstlerInnen sollten nicht 2 Jahre in Wartestellung verharren                    Ohne von dem LEADER – Projekt „Kunstkreisel“ zu wissen, haben von KAJA West e.V. zu künstlerischen Jugendbegegnungen in den Kulturspeicher Dörenthe eingeladene Kunst- und ArchitekturstudentInnen aus Polen, Litauen, Rumänien, den Niederlanden, der Türkei und Deutschland bereits im August 2006 die künstlerische Gestaltung von Kreisverkehren als Thema für eine Folgebegegnung EUROPEAN ISLANDS vorgeschlagen. In einer  erneut aus dem Aktionsprogramm der EU „Jugend in Aktion“ geförderten Begegnung wurden dann im August 2008  insg. 16 Projekte für Kunstkreisel im Ibbenbüren und im Kreis Steinfurt in Entwürfen und Modellen entwickelt. Von einer Jury wurden abschießend 3 Projekte für die Umsetzung in Ibbenbüren, ein Projekt für den Flughafen Greven und ein Projekt für Münster empfohlen ( ausführliche Dokumentation s. Anlage ). Und da selbstverständlich die Jugendlichen bei der Realisierung selbst mit Hand anlegen wollen, hat KAJA West e.V. bei der EU – Kommission zwecks Förderung von Projektanteilen ( Reise und Aufenthalt / 3 Wochen für bis zu 36 Jugendliche ) erneut einen Antrag gestellt. Die Realisierungsbegegnung soll im Sommer 2009 stattfinden. Bei einer längeren Wartephase würden viele Jugendliche ihr Interesse verlieren.
 

Priorisiertes Projekt : „European Hands“

Aufgrund der Einbindung des Verwaltungsvorstandes der Stadt Ibbenbüren, insbesondere von Herrn Stadtbaurat Robert Siedler, von Anfang an, führte die im Herbst 2008 erfolgte  Auswertung und Absprache mit den europäischen Jugendgruppen und dem Planungsamt der Stadt Ibbenbüren zu dem Ergebnis, das  zunächst das bzgl. Größendimension und Beteiligungsanspruch umfangreichste Projekt „European Hands“ angegangen werden sollte. Idee der von dem rumänischen Künstler geleiteten Europäischen Projektgruppe ist es, 13 bis zu sechs Meter hohe Arm-/Hand – Objekte  mit verschiedenen Handzeichen und gestischen Botschaften zu gestalten und diese  kreisförmig in der Mitte eines Kreisels zu versammeln. Entsprechend eröffnet das zugrunde gelegte Beteiligungskonzept  13 Projektgruppen , das je eigene Arm-/Hand –Objekt mit ihren Themen und Motive  auszumalen und so ein Gesamtkunstwerk, eine soziale Skulptur zu schaffen, die ein sichtbares Zeichen für bunte, regionale Vielfalt, aufgehoben in einem Europäischen Gestaltungskontext, setzen soll.

 

Realisierungsstandort : der von den Jugendlichen selbst im Zuge einer Fahrrad –Kreiseltour entdeckte und entsprechend vorgeschlagene Realisierungsstandort an der Ledderstr. (ausserhalb des Kerngebietes der Stadt Ibbenbüren ) wurde vom Planungsamt der Stadt Ibbenbüren akzeptiert und lässt sich problemlos in die Kunstkreisel – Route einbinden. Denn die nächste Station wäre der wenige Km entfernte „Rosenkreisel“- mit Kuhbestand – eingangs Laggenbeck, ein Projekt der Landfrauen.
Planungsstand Ende 2008:
1. Größendimensionierung /Grundrissplanung: von Szilard Banga, Projekt-Autor aus Timisoara , Rumänien wurde ein Grundriss – Konzept entworfen und die Maße für die 13 Teilprojekte, - als grobe Orientierung – festgelegt.
2. Statikplanung : Auf der Basis der vom Planungsamt der Stadt Ibbenbüren zur Verfügung gestellten Detailpläne und der Vorgaben des rumänischen Autors wurden Mitglieder der deutsch-belorussischen Organisation KAJA in ihrer beruflichen Position als Professoren an Architekturfakultäten ( TU Minsk/Weissrussland und FH Münster ) angesprochen. Aufgabenstellung : Vermittlung der statischen Berechnungen und in Folge „praktischer Fundamentbau“ als „Jugendprojekt“ , durch StudentInnen. Frist : Ende März 2009 sollen dem Planungsamt der Stadt Ibbenbüren die statischen Berechnungen entsprechend diverser Materialwahl – Alternativen ( Metall und/oder Kunststoff ) vorgelegt werden.Absicherung : sollte dieser Ansatz nicht umzusetzen sein, wird das Planungsamt der Stadt Ibbenbüren die statischen Berechnungen als Eigenleistung einbringen.
3. regionale Partizipation:  Um im Vorfeld die regionale Vernetzung und die Beteiligung von Jugendgruppen anzubahnen, ist ein EUROPEAN ISLANDS - Ausstellungsprojekt geplant. Mit Unterstützung des Kreisjugendamtes/Herr Vorndieck  soll die Ausstellung bei interessierten Jugendzentren / -Organisationen die Tür öffnen und zur Übernahme der Verantwortung für die Gestaltung je eines Hand - / Armobjektes führen.
4. Europäische Partizipation : das Projekt erführe eine zusätzliche Europäische Dimension, wenn die 13 regionalen Projektgruppen ihrerseits Europäische Partner, z.B. aus dem Partnerschaftskontext ( Kreis Steinfurt + Demmin + Telsiai/Litauen sowie Ibbenbüren + Hellendorn /NL  + Prievidza/Slowakei + + Roslau-Dessau ) zur Mitgestaltung ihrer Arm-/Handobjekte einlüden.
 

Vorbereitung weiterer Projekte: Die weiteren 4 Projekte xxx sollen, so eine weitere Absprache mit dem Planungsamt der Stadt Ibbenbüren, ebenfalls als Programmpunkte der Realisierungsbegegnung EUROPEAN ISLANDS II im Sommer 2009 angegangen werden. Hier sind  jedoch mit Rücksicht auf die endgültige Fassung der Kreiselroute noch keine festen Standorte eingeplant. So werden erst einmal nur die  diversen Beteiligungsformen, d.h. Fassadenelemente für das „Europäische Haus“ und Plexiglastafeln für XXX zugeschnitten und durch die Projektgruppen bemalt.   

Wenn sich dann die Kreiselroute durch Wohngebiete und entsprechend kleinere Kreisverkehre ziehen würde, wäre es auch eine reizvolle Aufgabenstellung , die Jugendlichen und ihre Kreiselentwürfe in einem künstlerischen Dialog mit Kindern und Jugendlichen der unmittelbaren  Nachbarschaften zu bringen, auf dass diese durch Beteiligung an der Ausgestaltung auch Verantwortung für die nachhaltige Pflege des Objektes übernehmen.

 

Weitere Kunstkreisel – Teilprojekte in Händen von Kindern und Jugendlichen

Im Rahmen der EUR ISL II – Jugendbegegnung( professionelle Ebene – Aufgaben für Kommunikationsdesign – StudentInnen ) sowie in Projektwerkstätten an Schulen und Jugendzentren könnten folgende Bestandteile des Gesamtkonzeptes umgesetzt werden :

1. Entwürfe von Flyern ( Route / Unterkünfte / Sehenswürdigkeiten )
2. künstlerische Gestaltung eines Kreiselroutenplans mit Links zu weiteren thematischen Routen.
3. Entwürfe und Modelle für kreiselspezifische Produkte. Zukunftswerkstätten / Utopien und Visionen zu „Kreiseltellern“ ( Gastronomie ) und sonst. Objekte
   
Projektbewertung anhand der LEADER - Förderkriterien bzw.entsprechend der Befragung in den LEADER - ARBEITSKREISEN

 

 

Ausgangslage: LEADER als

  • offener Prozess / Experiment 
  • Angebot, gemeinsam die Region mitzugestalten
  • Neue Formen der Zusammenarbeit auszuprobieren
  • Voneinander zu lernen, neue Partnerschaften zu entdecken

 

 
Was bringt das Projekt der Region ?

Projektkriterien       

1. Ländliche Thematik/ Bezug :
 
  • spannende Auseinandersetzung / Schnittstellen diverser Kulturmilieus im ländlichen Raum , Z.B. in der experimentellen Zusammenarbeit der Landjugend und Migrantenjugendlichen, führen zu unerwarteten künstlerischen Lösungen 
  •  Differenzierung und Ausweitung des Begriffs „ regionale Identität“ Im Sinne von Gastfreundschaft, Offenheit , Europaorientierung , hier konkret für Entwürfe ausländischer Jugendlicher
2. regionale Ausrichtung :
  Gegensätze Stadt-Land / Agrikulturelle Motive / Mythen und Legenden der Regionen (bzw.Europäischer Regionen) als Thema für die künstlerische Ausgestaltung
3. vernetzende Eigenschaft 
Vielfalt von künstlerischen Angeboten vernetzt bis 13 regionale Projektgruppen aus heterogenen Kulturmilieus  
Interkommunaler und interkultureller Kulturaustausch als Teil regional   Identitätsbildung
Vernetzung mit sämtlichen LEADER – Projekten, die thematische Routen planen.Es soll nach Schnittstellen und Kreuzungen gesucht werden. So könnte z.B. in Bezug auf Fahrradrouten ein „Fahrradkreisel“ konzipiert werden.
4. integrierender Charakter
Abdecken mehrerer Handlungsfelder : Wander- ) Tourismus  + Natur – und Kulturraum + Kinder- und Jugendkunst
Stärkung von Bürgersinn und zivilgesellschaftlichen Engagement von Kindern und Jugendlichen
Integration benachteiligter Gruppen, u.a. Jugendliche mit Migrationshintergrund

Integration in das „Europa der Regionen“ dank Beteiligung von Jugendlichen aus weiteren Europäischen Ländern.

Handlungsfelderübergreifende Kriterien, u.a. Gender Mainstreaming
 
5.  innovativer Ansatz
einzigartiges Konzept einer thematischen Route
Partizipation von Kindern und Jugendlichen an der Gestaltung des öffentlichen Raumes / Verkehrsinselgestaltung
Alleinstellungsmerkmale : das  LEADER - Kinder- und Jugendprojekt,  bei dem am meisten Kinder und Jugendliche mitwirken, die Mitverantwortung für die künstlerische Ausformung des Stadtbildes übernehmen
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6. Nachhaltige Wirkung
die Kunstkreiselroute als zukunftsoffenes Projekt. Auch nach der LEADER Förderperiode können weitere , neu zu schaffende Kunstkreisel in die Route integriert werden.
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Wer kann bei der Umsetzung helfen ?
Ebene technisch-künstlerische Planung :
Fachhochschule Münster – Statikplanung und Materialalternativen – Vorschläge durch ArchitektursturstudentInnen in Zusammenarbeit mit Partnern der TU Minsk /Weissrussland
Ebene technische Umsetzung
Fachhochschule Münster –  Leitung Fundamentierungsarbeiten durch ArchitektursturstudentInnen ( Praktikum) in Zusammenarbeit mit Partnern der TU Minsk /Weissrussland
Kreishandwerkerschaft – Mithilfe bei Fundamentbau und Vorfertigung sog. „Partizipationsrahmen“ durch benachteiligte Jugendliche
Ebene künstlerische Ausgestaltung
Kreisjugendamt Steinfurt / Jugendamt Ibbenbüren – Vermittlung von Jugendzentren zwecks Beteiligung an der Detailgestaltung
Jugendverbände , u. a. Landjugend zwecks Beteiligung an der Detailgestaltung
Migrantenorganisationen ( u.a. Begegnungszentrum für Deutsche und Ausländer in Ibbenbüren )
Kunstlehrer an den Schulen in Ibbenbüren und im Kreis Steinfurt
   
Was würde das Projekt bereichern, erfolgreicher machen ?
Europäische Öffnung - Beteiligung von Kindern und Jugendlichen aus Kreis – und Städtepartnerschaften mit NL und Osteuropa
Bewertung und Verbreitung durch Kunstinstitutionen, professionelle Kuratoren und Künstler ( DA Kunsthaus / Welbergener Kreis / Kloster Bentlage )
   

Was ist der nächste Schritt für das Projekt ?

bzgl . Kreiselroute – Gesamtprojekt
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XXX
bzgl.  Teilprojekt „EUROPEAN HANDS“
Erarbeitung der Statik als Partnerschaftsprojekt FH Münster / TU Minsk
Prüfung / Genehmigung durch Planungsamt der Stadt Ibbenbüren
Know How Einwerbung für Material – Alternativen
Kostenschätzung
Erarbeitung EUROPEAN ISLANDS – Projektausstellung
Anwerbung von Mitgestaltungspartnern regional / international